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iTCM . AKTUELLES


26.08.2015

Aktuelles Thema - Chinesische Kräutertherapie

In der östlichen Medizin ist die chinesische Kräutertherapie die älteste Behandlungsform Erstmals wurden medizinische Eigenschaften von Pflanzen vor rund 5000 Jahren erwähnt. Kaiser Shen Nong selbst soll die Wirkung getestet haben, darunter auch von giftigen Pflanzen. 2700 v. Chr. wurde in Inneren Klassiker des gelben Kaisers Huang Di die grundlegende Gedankenwelt der TCM konzipiert: Prinzipien des Taoismus, Beobachtungen der Wirkmechanismen und ihre Anwendung auf die Funktion des Körpers.

iTCM-Klinik Illertal | Chinesische Kräutertherapie

In den folgenden Jahrhunderten wuchs das Wissen um die Kräuterwirkung und wurde von Generation zu Generation weitergegeben: z.B. die narkotisierende Wirkung zur Schmerztherapie oder bei kleinen chirurgischen Eingriffen. 1200 n. Chr. finden ca. 1200 Substanzen Anwendung.

80% aller TCM-Patienten in China erhalten Kräutertherapie, oft in Kombination mit anderen Behandlungsformen wie Akupunktur, Tuina, Qi Gong oder Ernährungsberatung.
Im Unterschied vom TCM-Arzneimittelsystem, bei dem die Pflanzen im Ganzen eingenommen werden, wird im westlichen pharmazeutischen Zugang eine Substanz auf ihre aktiven Bestandteile reduziert, der konzentriert, patentiert und als Medikament verkauft wird.
In Gegensatz dazu wird in der TCM der Wert eines Heilmittels nach seinen Einsatzmöglichkeiten beurteilt: je mehr Beschwerden damit behandelt werden können, desto wertvoller ist es. So z.B. die Wurzel des Ginseng, sie tonisiert viele Körpersysteme.

Die chinesische Medizin geht den Weg der Natur und sucht den Behandlungserfolg auf einer breiteren kontinuierlichen Basis. So wird Ephedrin in der westlichen Medizin zur Behandlung
von Asthma konzentriert. Dabei kann es das Herz überstimulieren, zu Bluthochdruck, Herzrasen und erhöhter Nervosität führen. In der TCM wird Ephedrin in seiner natürlichen Form verwendet in einer Konzentration von weniger als 1%. Die positiven Wirkungen treten langsamer ein, dafür treten weniger Nebenwirkungen auf. Ephedrin in seiner natürlichen Form wird langsam metabolisiert, da die Pflanze Puffersysteme enthält.

Allgemein sind TCM-Kräuter sanfter und langsamer in ihrer Wirkung. Damit sind sie für chronische Beschwerden besonders geeignet.
Die östliche Diagnose nach Disharmoniemuster verlangt eine bestimmte Behandlungsstrategie. Die Rezeptur dafür wird sorgfältig maßgeschneidert. Dass keine zwei Patienten vollkommen identisch sind spiegelt sich in der Verschreibung wieder. Deshalb können Rezepturen nicht ohne sorgfältige Untersuchung und Analyse des Patienten verschrieben werden. Meist enthalten sie eine Vielzahl von Zweigen, Wurzeln, Rinden, Samen, Blättern, Blüten und Früchten, in der Regel zwischen 6 und 20 verschiedenen Kräutern. Meist wachsen diese ohne Düngung oder Bewässerung.

Ca. 300 verschiedene Kräuter werden bei uns eingesetzt. In Bayern gelangt nur von bayerischen Beamten geprüfte Ware zum Verkauf, so dass Schadstoffbelastungen ausgeschlossen sind.